Advertorials sehen aus wie redaktionelle Beiträge – sind aber bezahlte Inhalte. Genau deshalb ist eine transparente Kennzeichnung Pflicht. Wer das vergisst oder bewusst verschleiert, riskiert rechtliche Konsequenzen und das Vertrauen der Leser. Hier erfährst du, was du beachten musst.
Warum ist die Kennzeichnung so wichtig?
- Gesetzlich vorgeschrieben durch Wettbewerbsrecht
- Verhindert Schleichwerbung
- Erhält das Vertrauen der Leser
- Schützt dich vor Abmahnungen und Imageverlust
Wann ist eine Kennzeichnung nötig? Sobald du einen redaktionell aufbereiteten Beitrag bezahlst, damit er veröffentlicht wird, gilt er als Werbung – unabhängig vom Inhalt. Auch wenn dein Beitrag rein informativ ist, zählt der kommerzielle Zweck.
Zulässige Kennzeichnungen: Die folgenden Begriffe sind in Deutschland gängig und rechtlich sicher:
- Anzeige
- Gesponsert
- Sponsored Post
- In Kooperation mit…
- Werbung
Wichtig: Die Kennzeichnung muss deutlich sichtbar sein – am besten direkt oberhalb der Überschrift oder gleich am Anfang des Artikels. Fußnoten oder kaum lesbare Hinweise reichen nicht aus.
Best Practices:
- Verwende kontrastreiche, gut erkennbare Schriftgrößen
- Platziere den Hinweis vor dem eigentlichen Content
- Stimme die Kennzeichnung mit dem Medium ab (Redaktionen haben oft Vorgaben)
Häufige Fehler, die du vermeiden solltest:
- Keine oder versteckte Kennzeichnung
- Unklare Formulierungen wie „Info“ oder „Publikation“
- Werbung im journalistischen Stil ohne Offenlegung
Was droht bei Verstößen?
- Abmahnungen durch Wettbewerber
- Geldbußen durch Behörden
- Vertrauensverlust bei Kunden
Tipp: Eine saubere Kennzeichnung wirkt nicht abschreckend – im Gegenteil: Sie zeigt Transparenz und stärkt deine Glaubwürdigkeit. Leser schätzen es, wenn Werbung offen als solche zu erkennen ist.
Checkliste für rechtssicheres Advertorial: ☐ Ist der Beitrag bezahlt oder im Auftrag entstanden?
☐ Enthält er werbliche Aussagen oder Links?
☐ Ist die Kennzeichnung gut sichtbar und eindeutig?
☐ Hast du dich mit dem Medium über deren Vorgaben abgestimmt?Fazit: Ein Advertorial kann nur dann erfolgreich sein, wenn es vertrauensvoll gestaltet ist – und das beginnt mit der transparenten Kennzeichnung. Wer ehrlich kommuniziert, bleibt langfristig glaubwürdig.